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aktuelles Thema:

Die EU und ihre renitenten Zöglinge im europäischen Osten (GS 4-18)

 

 

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Den Feind kennen

Mit Hebeln geplant: die Ökonomie des Realen Sozialismus (Zitate 1)

 

1.  Die sozialistische Staatsräson

 

"Die Bourgeoisie und ihre Ideologen stellen die Expropriation der Ausbeuter als einen gesetzlosen Akt des Proletariats hin. Tatsächlich aber ist diese Maßnahme Ausdruck echter Gerechtigkeit, da sie das in Volkseigentum verwandelt, was durch die Bourgeoisie in der Zeit der ursprünglichen Akkumulation zusammengeraubt und danach von ihr durch die Ausbeutung der Lohnarbeit durch das Kapital verhundertfacht wurde. Durch den Akt der Expropriation des kapitalistischen Eigentums wird die historische Gerechtigkeit lediglich wiederhergestellt." (Politische Ökonomie, Parteihochschule beim ZK der KPdSU, Berlin 1973, im Folgenden P.Ö.IV, Bd.3,42)

 

"Wie Marx und Engels nachwiesen, geht es nicht um subjektive Vorstellungen dieser oder jener Arbeiter, sondern um die sozialökonomische Stellung der Arbeiterklasse und was sie dieser Stellung gemäß geschichtlich zu tun gezwungen ist... Als sozialer Träger des umfassenden Vergesellschaftungsprogramms hat die Arbeiterklasse keine dem Fortschritt der menschlichen Gesellschaft entgegenstehenden Sonderinteressen." (P.Ö.II, 94)

 

"Karl Marx und Friedrich Engels wiesen die objektive Notwendigkeit der revolutionären Ablösung des Kapitalismus durch die neue Gesellschaft, die Unvermeidlichkeit der Entstehung des Sozialismus nach... Sie gaben eine wissenschaftliche Prognose der gesellschaftlichen Entwicklung...

 Der unausbleibliche Sieg der sozialistischen Revolution ergibt sich aus der Wirkung der objektiven ökonomischen Gesetze. Der Entwicklungsprozess des Sozialismus stellt ebenfalls einen naturgeschichtlichen Prozess dar, der durch objektive Notwendigkeiten bedingt ist." (P.Ö.IV,Bd.3,6/13)

 

"Alle Betriebe verschmelzen... zu einem einzigen gesellschaftlichen Produktionsprozess, aber jeder dieser   Betriebe wird von einem einzelnen Kapitalisten geleitet, ist dessen Willkür ausgesetzt, und der Kapitalist erhält die gesellschaftlichen Produkte als Privateigentum. Ist es da nicht klar, dass die Produktionsform in einen unversöhnlichen Widerspruch zu der Aneignungsform gerät? Liegt es da nicht auf der Hand, dass diese sich unweigerlich jener anpassen und ebenfalls gesellschaftlich, d.h. sozialistisch werden muss?"..." (P.Ö.IV,116ff, Lenin, Was sind die "Volksfreunde" und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokratie?, Werke Bd.1, 169)

 

"In der Gesamtwirtschaft herrscht Anarchie. Der Regulator, der die Privatwirtschaft funktionsfähig macht, ist das Wertgesetz... erfüllt die Funktion der spontanen Verteilung der Produktionsmittel und der Arbeitskräfte auf die verschiedenen Zweige der privaten Warenwirtschaft und stellt die notwendigen Proportionen zwischen ihnen her... Eine weitere Funktion besteht darin, dass es die Entwicklung der Produktivkräfte und die Erhöhung der Arbeitsproduktivität stimuliert..." (P.Ö.V, 80f)

 

"Somit besitzt auch der staatsmonopolistische Kapitalismus keine Möglichkeiten für eine gesamtgesellschaftliche Planung. Besonders die von der wissenschaftlich-technischen Revolution  gekennzeichnete Entwicklung der Produktivkräfte setzt aber immer mehr solche Aufgaben auf die Tagesordnung, die nur durch eine von antagonistischen Widersprüchen freie, sozialistische Planwirtschaft gemeistert werden können."(P.Ö.V,359)

 

2. Die sozialistische Ware

 

(Preissystem)

"Im Sozialismus enthält er (der gesellschaftlich notwendige Arbeitsaufwand) die planmäßig in der Volkswirtschaft verausgabte Menge gesellschaftlicher Arbeit und ist abhängig von der richtigen Verteilung der gesellschaftlichen Gesamtarbeit auf die einzelnen Produktionssphären und Warenarten entsprechend den gesellschaftlichen Bedürfnissen sowie vom spezifischen Arbeitsaufwand. Zwischen den beiden Seiten des gesellschaftlich notwendigen Arbeitsaufwands bestehen enge Wechselbeziehungen... In der Warenproduktion wird der gesellschaftlich notwendige Arbeitsaufwand in Geldform dargestellt. Das Geld ist im Sozialismus ein zuverlässiges Mittel, um das Quantum der verausgabten lebendigen und vergegenständlichten Arbeit sowie die Produktionsergebnisse zu messen und zu vergleichen. Ohne Geldrechnung können die Zweckmäßigkeit und die Effektivität geplanter Vorhaben nicht ermittelt werden."

(Wie den gesellschaftlich notwendigen Arbeitsaufwand ermitteln? Autorenkollektiv, Berlin 1976, 8f)

 

"Die Warenbeziehungen im Sozialismus können nicht auf dem Prinzip, der Gesellschaft so wenig wie möglich zu geben, aber von ihr so viel wie möglich zu nehmen, beruhen. Das ist das Prinzip der auf dem Privateigentum beruhenden Warenbeziehungen... Die Warenbeziehungen in der sozialistischen Gesellschaft müssen das Prinzip 'Wer mehr und besser arbeitet, der soll von der Gesellschaft auch einen größeren Teil des gesellschaftlichen Produkts erhalten' realisieren." (P.Ö.IV,Bd.3,309)

 

"Die allgemeine Äquivalenzform gestattet es, die Arbeit der verschiedenen Betriebe unabhängig von der konkreten Art der Produktion (des Gebrauchswerts) zu stimulieren."(P.Ö.IV,Bd.3,322)

 

(geplantes Preissystem)

 

"Über die Preise werden die notwendigen Proportionen im Austausch der produzierten Erzeugnisse zwischen den sozialistischen Betrieben sowie ihnen und den individuellen Verbrauchern festgelegt...

 Der Preis der Ware muß den Aufwand an vergegenständlichter und lebendiger Arbeit ersetzen. Unter diesen Bedingungen führt der Preis zur Ermittlung der Produktionskosten. Die Gesellschaft und die einzelnen Betriebe müssen wissen, wie teuer ihnen die Herstellung des einen oder anderen Erzeugnisses kommt."(P.Ö.IV,Bd.3,346f)

 

"Die planmäßige Ausnutzung des Wertgesetzes dient dazu, Preise zu bilden, die immer besser dem Wert der Erzeugnisse entsprechen und damit den gesellschaftlich notwendigen Arbeitsaufwand zum Ausdruck bringen. Durch die Annäherung der Preise an den Wert wird vor allem die Maßfunktion des Preises vervollkommnet. Die Gesellschaft kann dadurch genauer feststellen, was sie die Herstellung der Erzeugnisse tatsächlich kostet."(P.Ö.V,548)

 

(geplanter Markt)

"Der Markt erfüllt nur dann seine Funktionen mit höchster Effektivität für Produzent und Konsument, wenn Angebot, Nachfrage und Preise bereits im Plan bilanziert und die sich vollziehenden Veränderungen planmäßig berücksichtigt werden, bevor sie auf dem Markt als reale Kategorien in Erscheinung treten. Der Anerkennungsfunktion des sozialistischen Marktes muss schon bei der Planung entsprochen werden..." (P.Ö.II,273)

 

(Geldvermehrung staatliches Monopol)

"Die von einem Betrieb realisierten Einnahmen sind Volkseigentum, und der Betrieb erhält davon für seine Bedürfnisse und die seiner Angehörigen nur so viel, wie die Gesellschaft vorsieht. Der Besitzer aller Einnahmen ist die Gesellschaft in Gestalt des Staates, der diese Einnahmen plant und sowohl die Art und Weise ihrer Bildung und Verteilung  als auch die Normen und deren absolute Größe entsprechend den Interessen des gesamten Volkes verändern kann."(P.Ö.IV,Bd.3,299)

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Die Statistik war in der bürgerlichen Gesellschaft ein Gegenstand, der ausschließlich von "Amtspersonen" oder auf ihr Fachgebiet beschränkten Spezialisten bearbeitet wurde - wir aber müssen sie in die Massen tragen, sie popularisieren, damit die Werktätigen allmählich selbst verstehen und sehen lernen, wie und wieviel man arbeiten muss, wie und wieviel man sich erholen kann, damit die Vergleichung der praktischen Wirtschaftsergebnisse der einzelnen Kommunen zum Gegenstand des allgemeinen Interesses und Studiums werde." (Lenin, Die nächsten Aufgaben der Sowjetmacht, AW II, 739/755)

 

"Mitunter wird die Frage gestellt: Besteht und wirkt bei uns, in unserer sozialistischen Ordnung, das Wertgesetz? Ja, es besteht und wirkt. Dort, wo es Waren und Warenproduktion gibt, muß es auch das Wertgesetz geben...

Ist das gut? Es ist nicht schlecht. Bei unseren gegenwärtigen Verhältnissen ist es tatsächlich nicht schlecht, da dieser Umstand unsere Wirtschaftler im Geiste der rationellen Betriebsführung erzieht und sie zur Disziplin anhält. Es ist nicht schlecht, da dieser Umstand unsere Wirtschaftler lehrt, die Produktionsgrößen zu berechnen, sie genau zu berechnen und ebenso genau die realen Dinge in der Produktion in Rechnung zu stellen, anstatt sich mit Geschwätz über aus der Luft gegriffene "schätzungsweise Angaben" zu befassen." (Stalin, Ökonomische Probleme des Sozialismus, 20f)

 

 

3. Der sozialistische Gewinn

 

4. Der Lohn im Sozialismus

 

5. Der sozialistische Außenhandel