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Den Feind kennen

Jour fixe vom 21.01.13, Artikel 'Arbeit und Reichtum' (GS 3-12), Teil II.2

Ein Überblick über das Bisherige:

   — Kapitel I fängt mit der Überlegung an, dass alle Geld brauchen, weil die Waren Eigentum sind. Dann wird dieses Eigentum erklärt. Offensichtlich geht es in der Produktion darum, und wenn das der Witz ist, ist es entscheidend, ob man schon Eigentum hat oder nicht. Dann scheidet sich die Gesellschaft in die eine Mannschaft, die nicht über Eigentum verfügt, sich daher der anderen Seite zur Verfügung stellen muss, um deren Eigentum zu schaffen, und die andere, die eben dies für sich erledigen lässt. In II geht es darum, wie dieser Zweck verfolgt wird und welchen Bezug das auf die Arbeit hat. Denn Arbeit ist das, wodurch das Eigentum geschaffen wird. In II.1 geht es darum, dass sich das Kapital die Produktivkraft der Arbeit aneignet. Die Arbeit an sich birgt die Fähigkeit, sich durch Kooperation effektiver zu machen. Und durch die Anwendung von Wissenschaft und Technologie wird die Produktion effektiv. Das Kapital subsumiert sich diese Eigenschaften der Arbeit, wenn es den Arbeitern einen Lohn zahlt. Mit diesem Lohn wird die Produktivität der Arbeit abgetrennt, sie ist das, was sich die andere Seite gekauft hat. Alle Bestimmungen der Produktivität existieren nicht mehr als ein Moment dessen, der wirklich produziert, sondern unterliegen dem Kommando der anderen Seite und werden von dieser nach ihren Kriterien bestimmt: "Weil diese Eigenschaften der Arbeit von der anderen Seite angeeignet werden, als wären sie ein abtrennbares Eigentum, unterliegt auch das hergestellte Produkt der anderen Seite." (S. 31.) Weiter geht es darum, wie jetzt diese Produktivkraft in den Händen der Unternehmer als eine Rechnung existiert: als eine Ertrags- und Aufwandsrechnung (S. 32), dann mit der Bilanz des Kapitals.

   — An den Stellen im Artikel und in der Diskussion, an denen darauf verwiesen wird, wie Arbeit allgemein geht, wozu sie allgemein dient, bin ich nicht sicher, ob da nicht einfach (methodisch) die eigentliche Bestimmung von Arbeit als Argument dagegengesetzt wird, ohne sich darum zu kümmern, wie die Arbeit in der Gesellschaft existiert?

Es geht nicht um den Vergleich von dem, wie wir uns eine vernünftig organisierte Arbeit vorstellen, und dem, was kapitalistische Arbeit heißt. Die Stellen, an denen gesagt wird, dass dies doch an sich eine einfache Sache ist, gehen nicht von dem aus, was man alles mit der Arbeit machen könnte – also von einem Gegenentwurf zum Kapitalismus –, sondern davon, was Arbeit ist. Arbeit an sich – jenseits aller und in allen Produktionsweisen – ist nichts anderes als die Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur usw., um die Güter herzustellen, die er zur Bedürfnisbefriedigung braucht. Dabei kann er sein Wissen geltend machen, um diese Arbeit zu erleichtern, effektiver zu machen. Das ist eine Bestimmung, die Arbeit an sich hat. Diese Hinweise dienen dazu, zu erklären, was die Bestimmungen sind, die die Arbeit im Kapitalismus hat. Auch dieser Arbeit liegt die Verarbeitung der Natur durch den Menschen zugrunde, um die Produkte herzustellen, und ist nichts, was es erst im Sozialismus gibt, sondern die allgemeine Bestimmung von Arbeit. Nur bekommt die Arbeit einen anderen Zweck als den, bloß Güter herzustellen, wenn sie für fremdes Eigentum stattfindet. Dann geht es um den geleisteten Ertrag für die Eigentumsvermehrung, die durch die Arbeit stattfinden soll. Die Bestimmung, dass es sich um die Produktivkraft für fremdes Eigentum handelt, macht den Zweck der Arbeit hier aus, dem sie und ihre Produktivkraft subsumiert ist.

   — Das Argument mit der Trennung der Arbeit ist: Es reicht nicht zu sagen, jetzt wird die Arbeit von den dazu benötigten Mitteln (Arbeitsmittel, Wissenschaft, Technologie) getrennt. Wichtig an dieser Stelle ist, dass die Trennung eine vom Zweck ist. Das ist auch die Kritik. Die Arbeit tritt dem Arbeiter als das Eigentum der anderen gegenüber, die damit einem fremden Zweck unterliegt.

Schon am Anfang, im fett Gedruckten von II, wird klargestellt: „Die Produktivkraft der Arbeit gehört dem Eigentümer der Produktionsmittel, der sie bezahlt und verrichten lässt. Durch dessen Ansprüche ist sie daher auch definiert.“ Der Unternehmer kauft die Arbeitskraft und verfügt über die Produktivkraft der Arbeit für seinen Zweck.

   — Das wurde schon letztes Mal beim Umschlag des Eigentums besprochen: Dass der Arbeiter nicht für sich produziert und das Resultat seiner Arbeit nicht ihm gehört, sondern einem fremden Zugriff unterliegt. Der Arbeiter ist das Zubehör zu den Arbeitsmitteln, an die er gestellt wird.

Der Fortgang ist in II, was es heißt, dass die Arbeit angeeignet wird. Der Arbeit wird sich durch das Kapital bemächtigt und findet unter dessen Kommando und nach dessen Gesichtspunkten statt.

   — Durch die Rechnungsweise der Eigentümer sieht das Ergebnis dieser Arbeit ganz anders aus. Und nicht nur das Ergebnis der Arbeit, sondern der Zweck wird auch bei der Art und Weise, wie gearbeitet wird, deutlich.

Und die Arbeit unterliegt nicht einfach nur einer Rechnungsart, sondern unterliegt erst einmal einem Rechtsverhältnis, dem des Eigentums. Darüber wird die Arbeit mit dieser Rechnungsart konfrontiert bzw. ihr untergeordnet. Der, der die Arbeit gekauft hat, wendet seinen Zweck in der Rechnungsart auf sie an.

  — Wenn hier über die Arbeit allgemein gesprochen wird und dann darüber, wie sie im Kapitalismus stattfindet, und die Arbeit geschildert wird als diese zweckmäßige, dem Bedarf dienende und mit den neuesten Mitteln durchgeführte Tätigkeit, dann soll dies nicht heißen, dass Arbeit eigentlich so sein müsste. Hier wird die Besonderheit der kapitalistischen Arbeit benannt und dazu muss man erst einmal sagen, was Arbeit ist.

Und dann sind die zuvor benannten Bestimmungen der Arbeit auch gar nicht weg. Es wird nur gefasst, wie diese Bestimmungen jetzt vorkommen.

   — Bei der Arbeit im Kapitalismus geht es nicht darum, dass der Zweck nützliche Güter sind. Der Zweck ist, dass das Eigentum des Veranstalters vermehrt wird. Die Arbeit findet wie immer als Auseinandersetzung mit der Natur statt, wird aber ganz anders kalkuliert. Dabei interessiert es nur sehr bedingt, ob die Arbeit z. B. geschickt eingerichtet ist und sie demjenigen, der sie verrichtet, gut tut. Denn an die Arbeit wird das Kriterium angelegt, was sie kostet und was sie bringt.

Am Schluss wird noch einmal explizit gesagt, wie pervers das ist, dass alles das, was die Arbeit erleichtert, überhaupt nicht zur Erleichterung der Arbeit dient, denn es bleibt ja bestehen, dass möglichst viel gearbeitet werden muss.

   — Das Problem ist doch, dass die Leute, die im Kapitalismus arbeiten, alle daran gewöhnt sind, dass die Produktivkraft als Eigentum in der Maschinerie dingfest gemacht, ihnen entfremdet gegenübersteht. Kein Mensch denkt, dass das eigentlich Elemente der Arbeit sind, die zur Arbeit dazugehören. Eine Überlegung, wie man etwas anders, besser machen kann – die sie von der Hausarbeit, vom Basteln zuhause etc. kennen – ist ihnen bei (den meisten) Arbeiten fürs Kapital fremd. Im Kapitalismus ist eben die ganze Produktivität, die Eigenschaft der Arbeit ist, Eigenschaft des Kapitals.

   — Weil diese Betrachtungsweise so durchgesetzt ist, gilt jede vernünftige Bestimmung der Arbeit und jede Erklärung des Unterschieds schon als utopischer Entwurf.

   — Unter kapitalistischen Verhältnissen ist man an die Verkehrung gewöhnt, dass durch die Trennung der Momente des Produktionsprozesses – Arbeitsmittel und Arbeit – (die ja das Kapital bewirkt), es umgekehrt als positive Leistung des Kapitals gilt, diese zusammenzubringen. Damit sind die Bedingungen (die Eigentumsverwertung muss gewährleistet sein), unter denen sie nur zusammenwirken dürfen, festgelegt.

 

Wenn das geklärt ist, können wir mit der Besprechung von II, 2 fortfahren.

   — In der Rechnung des Kapitals gibt es zwei große Ausgabeposten, den für die Produktionsmittel und den für Lohnkosten; in der Kostenrechnung sind beide gleichgesetzt: die Arbeit, die Eigentum und den Überschuss schafft, gleichrangig mit anderen Auslagen.

Nicht, dass sie gleichgemacht sind, ist der Witz, sondern dass beide als Aufwand des Kapitals gelten. In II. wird erklärt, wie der aussieht: Erst wird der Aufwand, der getrieben wird, um überhaupt Produktion an den Arbeitsplätzen stattfinden zu lassen, näher beleuchtet. Dann erklärt, wie der andere Aufwand beschaffen ist.

   — Die Produktivkraft der Arbeit ist die Betätigung dieser Arbeit, aber als solche taucht sie nicht in den Bilanzen des Kapitals auf. Dort ist Aufwand das, was sie kostet, und was das kostet, woran sie sich betätigt.

   — Man hat es mit etwas ganz anderem zu tun, wenn Arbeit zu dem Zweck Eigentum schaffen stattfindet. Ausgedrückt ist das jetzt an den Produktionsmitteln als Kostenfaktoren. Wenn die Produktionsmittel unter dem Kostenfaktor betrachtet werden, ist es absolut nachrangig, dass es da irgendwie um zweckmäßige Gerätschaften geht, dass da bestimmte Gebrauchswerte hergestellt werden. Das Kapital interessiert, was die Gerätschaften kosten und zweitens, dass der Wert, das Eigentum, zwar innerhalb der Produktion eine sachliche Verwandlung erfährt, aber der Witz ist, dass diese Abteilung des Eigentums am Ende des Produktionsprozesses nach wie vor in verwandelter Form existiert und als Wert-Bestandteil der produzierten Ware Geld erlösen soll.

   — Und das Kapital rechnet sich hier etwas als Aufwand zu, was es hinterher wieder einnimmt. Seltsamer Aufwand!

Dabei verwerten sich diese Kosten, die das Kapital für die Produktionsmittel auslegt, nicht; Überschuss wird mit dieser Abteilung nicht erzielt (obwohl das Unternehmen so rechnet). Was da passiert, ist Werterhaltung.

   — Der Unterschied liegt in den funktionalen Bestandteilen des Kapitals. Marx spricht an der Stelle von der Gratisgabe der Arbeit, den Wert der Produktionsmittel auf das Produkt zu übertragen. Für den Kapitalisten sind die Bestandteile des Kapitals qualitativ identisch, in Geld beziffert. Das Gesamte dieser Geldsumme kommt hinterher wieder raus mit einem Plus versehen. Was das Plus bewirkt, ist ihm egal. Verwertung findet mit der Wertübertragung auf das Produkt nicht statt, sie ist aber eine notwendige Bedingung der Gesamtverwertung, weil so der Wert des produktiven Kapitals erhalten bleibt.

   — Wenn die Produktionsmittel im Arbeitsprozess nicht nach der technischen, gebrauchswertmäßigen Seite betrachtet werden, sondern als Faktor in der Bilanz des Kapitals, dann interessiert an den Produktionsmitteln erstens nur, dass sie eine Kost sind, und zweitens am Endprodukt als Wertbestandteil auftreten. Und das, was jetzt angesprochen worden ist, dass zwischendrin aus den Einzelteilen ein Auto geworden ist, diese Gratisgabe der Arbeit, die vom Kapital eingeheimst wird, ist überhaupt nicht das, was ihn an der Sache interessiert. Das ist der Widersinn der Art von Produktion.

Was man vom 'K I' zur Wertübertragung her kennt, wird hier einfacher abgehandelt: Das Kapital rechnet als Aufwand eben das, dass es Arbeitsplätze herstellt. Schaut man sich an, was es da aufwendet, werden die Produktionsmittel zwar vernutzt (Rohstoffe aufgebraucht, Maschinen abgeschrieben etc.); müssen aber in der Bilanz als das, was eingesetzt worden ist, wiedererscheinen. Dieser Posten vermehrt nichts, bleibt aber in der Bilanz erhalten als Wert und wird durch den Verkauf des Produkts realisiert. Das ist der Gedanke in dem Abschnitt. Der Unterschied von Wertübertragung und -schaffung wird hier nicht angesprochen.

Hier wird auch gegen die Vorstellung argumentiert: Der Kapitalist sagt, er wendet etwas auf. Wie steht es denn damit? Die Arbeit gehört ihm sowieso. Und er stellt sich so dazu, dass er nachrechnet, was sie ihm bringt. Dafür rechnet er die Arbeitsplätze, die er hinstellen muss, damit die Arbeit überhaupt stattfinden kann, als Aufwand, den er leistet. Dann wird gesagt, was ist denn das für ein Aufwand?

   — Wenn Maschinen und Rohstoffe als Aufwand kalkuliert werden, kann man im engeren Sinn sagen, besteht der Aufwand darin, dass sie vernutzt und weg sind. Im kapitalistischen Sinn und als Aufwand des Kapitalisten sind sie ein Aufwand an Geld, also Wert, der ihm gehört, Eigentum, als solches bleibt es erhalten.

Es geht doch aber weiter mit der anderen Seite des Aufwands. Dem Lohn. Da wird auch nicht über die Arbeit geredet, sondern über den Aufwand des Kapitals, den es für die Betätigung der Arbeit leistet. Einerseits stellt es die Produktionsmittel hin, andererseits kauft es die Arbeitskraft. Die Momente der Arbeit zählen als Mittel für den Gewinn.

Der Aufwand ist der Geldaufwand und nicht die aufgewandte Mühe. Um die geht es dabei nicht. Hier geht es um die Bilanz des Kapitalisten, der Aufwand und Ertrag gegenüberstellt. Und dieser Aufwand besteht darin, dass er für Geld Arbeitsplätze in die Welt setzt. Was dabei in der Produktion vernutzt wird, erscheint in seiner Rechnung aber als der Wert dieser Sache, die er eingesetzt hat, in der Ware wieder, ist also in seiner Hand am Schluss erhalten. Anders mit dem Aufwand, den er für die Verfügung über die Arbeit aufbringt.

Es geht hier nicht nur um die vorher benannte ideologische Seite, es findet auch die ökonomische Erklärung statt. Wenn man sagt, der Aufwand ist seltsamerweise in der Bilanz wieder da, dann hat man einen Schlenker auf die Ideologie gemacht. Gegen diese gepriesene "Leistung" des Kapitals ist es ein Argument: Was ist das für ein Aufwand, wenn man dabei keinen Verlust hat? Die ökonomische Erklärung ist das Wesentliche.

 

Jetzt zum Lohn:

   — Die Ausführungen zum Lohn bestehen im Wesentlichen aus zwei Abteilungen. Auf S. 34 wird schon gesagt: Mit dem Lohn trennt das Unternehmen die Arbeiter komplett von allen Momenten der Arbeit, der Unternehmer verfügt damit über das Kommando über die Arbeit, also die reale Subsumtion der Arbeit unter den kapitalistischen Zweck. Im Weiteren schiebt sich eine ideologische Würdigung vom Lohn rein, weil der Lohn auf eine bestimmte Art und Weise gezahlt wird, nämlich als Preis der Arbeit. Da kommen dann auch ideologische Argumente. Auf S. 36 kehrt die Erklärung wieder zur praktischen Subsumtion und was dabei die genannte Ideologie leistet zurück. Diese ökonomischen und ideologischen Argumente sind zu unterscheiden.

Das wird ja auf S. 35 explizit gesagt, dass daraus zwei Sachen folgen, die ideologische und die praktische Seite. Die praktische beginnt S. 36, die ideologische ist teilweise auch vorher erwähnt und hier zusammengefasst. Aber was ist denn jetzt ökonomisch der Lohn, bevor man darauf kommt, welche Ideologie steckt darin?

   — Er ist das Rechtsverhältnis von zwei gleichwertigen Subjekten.

   — Mit dem Lohn stiftet der Kapitalist Eigentum in fremder Hand. Da könnte man denken, dann ist das weg und in der Hand des Lohnempfängers. Der Witz ist aber, dass dieses Eigentum den Kapitalisten dazu befähigt, über ihn Kommando auszuüben.

Zunächst ist es einfach ein Tausch, der stattfindet. Er gibt Eigentum weg und erhält was anderes. Das ist das rechtliche Verhältnis. Was er tauscht, sind allerdings zwei inkommensurable Sachen. Er gibt Eigentum weg und erhält als Gegenleistung das Kommando über die Arbeit.

   — Man denkt, wenn er dem Arbeiter Lohn zahlt, ist das doch was für den. Derweil bewährt der sich grad als Mittel fürs Kapital.

Das kann man aber nicht gegeneinander ausspielen. Es ist auch das Mittel für den Arbeiter, an Geld zu kommen.

   — Rein ökonomisch ist doch gerade die Form des Tausches der Witz. Die Vorstellung ist, der Aufwand, den ich treibe, indem ich den Lohn zahle, spiegelt genau das wieder, was er leistet; genau das bekommt er von mir vergütet. Dazu wird erstmal gesagt, das wäre ja sehr ungünstig für den Kapitalisten, da hätte er den Wert, den er bekommen hat, wieder hergegeben.

Es wird dann ausgeführt, was Preis der Arbeit heißt. Dass wirklich die Arbeit bezahlt wird, kann nicht der Witz sein. 1. wäre es nicht im Sinne des Kapitalisten. 2 merkt man an Tarifrunden, dass da was anderes stattfindet. Dass sich die Lohnhöhe nicht aus dem Wert, den der Arbeiter schafft, ergibt.

Es ist ein Rechtsverhältnis. Der Unternehmer gibt sein Eigentum weg, auf der anderen Seite erhält er als Gegenleistung die Arbeit. Die Arbeit besteht darin, dass er sie unter sein Kommando stellt und arbeiten lässt: Verfügung über die Arbeitskraft. Preis der Arbeit macht den Schein, als ob die Arbeit selbst, der Wert, den sie schafft, bezahlt würde.

   — Warum wird das an der Stelle nicht aufgelöst nach dem wirklichen Verhältnis, das bezahlt wird, den Wert der Ware Arbeitskraft? Der ist doch der eigentliche Kern des Tausches.

Da wird erst mal negativ gesagt, es kann nicht der Wert der Arbeit sein, der da bezahlt wird. In dem Sinne, dann wäre es das von der Arbeit geschaffene Wertprodukt. Das kann es nicht sein.

   — Auf S. 34 ist das so aufgelöst: "(der Preis der Arbeit ist) seinem Bestimmungsgrund und seiner Höhe nach ein Streitobjekt zwischen gesellschaftlichen Parteien mit entgegen gesetzten Geldinteressen".

Woraus ergibt sich denn der Wert der Ware Arbeitskraft?

Zu diesem Wert kann man nicht sagen, er hätte eine objektive Größe. Der Wert ist das, was gesellschaftlich allgemein oder durchschnittlich für den Arbeiter bezahlt wird, womit der seine Lebenserhaltungskosten bestreiten muss. Der bestimmt sich nicht an den Preisen der Lebensmittel, sondern erstmal daran, was die Gewerkschaft als Lohn durchsetzt. Das ist dann sein Wert, das, womit der Lohnempfänger seinen Lebensunterhalt bestreiten muss.

   — Aber da gibt es doch eine Grenze. Vom Kapital her hat der Wert nach oben seine Grenze an der Rentabilität. Wenn der Lohn zu hoch ist, so dass das Eigentum sich nicht vermehrt. Nach unten gibt es vom Kapital her keine Grenze, er soll möglichst gering sein.

Auf der anderen Seite wird doch darauf hingewiesen: Das was der Kapitalist tatsächlich zahlen muss, ergibt sich nicht nur aus seiner Kalkulation, sondern ist eine Machtfrage, die er mit der anderen Seite austragen muss.

   — Es hat aber ein gesellschaftliches Maß, das letztlich darin liegt, dass die Arbeitskraft als solche Mittel bleiben, verfügbar bleiben muss. Insofern ist der Wert nicht willkürlich.

   — Es geht um das Problem, das Marx sorgfältig herausgearbeitet hat: Was ist eigentlich der Punkt an diesem Preis der Arbeit? Um darauf zu kommen: Es sind letztendlich die notwendigen Bedürfnisse, die müssen finanziert werden, das ist der Wert der Arbeitskraft. Auf dieser Ebene hier soll aber nur gesagt werden, da treffen sich gegensätzliche Geldinteressen, der eine sagt möglichst wenig, denn es sind Kosten. Für die andere Seite ist schon darin enthalten, dass er damit sein Leben gestalten muss, das kommt bei Aushandlung der Lohnhöhe aber gar nicht vor.

   — Man darf sich zum Wert der Arbeitskraft nicht vorstellen, so und so hoch ist er. Da hat sich z.B. das Lohnniveau in Deutschland in den letzten 20 Jahren rapide gesenkt. Waren sie dann früher über Wert bezahlt, oder sind sie jetzt unter Wert bezahlt? Da wäre die Auflösung: Dieser Wert ist halt eine sehr flexible Sache, der sich aus den Auseinandersetzungen zwischen zwei Seiten ergibt.

Man kann doch unterscheiden zwischen dem, was der Wert ist, und wie er hergestellt wird. Letzteres war, wie er hergestellt wird, nämlich Ergebnis aus den Kämpfen. Was der Wert ist, das ist das, was der Mensch braucht für die Erhaltung seiner Arbeitskraft. Das hat aber in sich kein Maß in dem Sinn, dass man sagt, so und soviel Güter muss er haben. Sondern das ist eine relative Sache. Man kann vom Ergebnis her sagen, das ist der Wert der Ware Arbeitskraft, wenn man sagt, das ist durchschnittlich das, was dem Arbeiter zur Verfügung steht. Dann macht man es daran fest, dass man sagt, den Wert kann man qualitativ benennen, das ist das, was er zum Leben kriegt. Wie hoch dieser Wert ist, wird gerade gesellschaftlich bestimmt und ist total flexibel. Genau wie auch der Wert der Ware sehr flexibel ist.

   — Marx sagt, Arbeit hat keinen Wert, sondern schafft welchen. Was Wert hat, ist die Arbeitskraft. Dass die Proleten auf das für ihre Reproduktion Notwendige beschränkt werden, ist das Maß. Da sagt Marx aber nicht, das ist quantitativ so und soviel, sondern sie partizipieren nicht an dem Reichtum, den sie schaffen; sie sind auf das für ihre Reproduktion Notwendige beschränkt.

Gesagt wurde, das schwankt zwischen Verhungern und dem historisch-moralischen Moment dazu. Aber die Grenze ist eben nicht in Euro zu bemessen, z. B. 1000 €. Das soll man sich auch nicht so vorstellen, dass, wenn früher die ausgelaugten Arbeiter beim Militär nichts mehr getaugt haben, der Staat mit Sozialprogrammen eingeschritten ist. Man merkt doch, wie fließend diese untere Grenze ist.

   — Das gilt auch für die notwendigen staatlichen Leistungen, damit sich die Arbeiterklasse (als Mittel fürs Eigentum) als solche erhält: Ausbildung usw. Wie flexibel eine solche Bestimmung ist, merkt man z.B. an Harz IV. Da werden am zweiten Arbeitsmarkt Löhne gezahlt, von denen kann man definitiv nicht leben. Die Bestimmungen, was die Klasse zur Erhaltung braucht, haben also real gar kein Subjekt, das sie einfordert. Die einzige Fraktion, die sich auf diesen Standpunkt stellen könnte, die Gewerkschaft, tut es nicht. Für alle steht unumstößlich fest, dass Löhne, von denen man leben kann, nicht bezahlbar sind. Es gibt keinen, der fordert, man müsste sich aber um die Ausbildung kümmern, damit die Mannschaft noch benutzbar ist. Und wenn das die Lage ist, dass ganze Bevölkerungsteile nicht gebraucht werden, dann drücken sie eben den Lohn. Das ist dann noch ihre Funktion.

Mal so überlegt: Fehlt denn in dem Abschnitt II im GS etwas ohne diese Marx’schen Wert-Bestimmungen? Es ist doch genau so, wie wir es bei der Wertübertragung oben hatten: Sachlich kommt alles vor. Es ist das Eigentum, das der Kapitalist stiftet, indem er dem Arbeiter Geld gibt und dafür dann die Verfügungsmacht über die Arbeit erhält. Bei diesem Tausch stehen sich inkommensurable Sachen gegenüber.

   — Der Lohn wird gezahlt, weil es dem Kapitalisten auf das Kommando über die Arbeit ankommt. Die Härte ist, dass bei der Kalkulation des Kapitals der Gedanke, die kalkulierten Lohnkosten müssen zumindest für die Reproduktion der Klasse reichen, nicht vorkommt.

Die Grenze ist das Geld, das der Kapitalist hinlegen muss, um über die Arbeitskraft verfügen zu können. Er muss damit das Interesse der anderen Seite gewinnen, dass die dafür arbeiten geht (auch wenn es nicht zum Leben langt). Der Lohn ist nichts anderes als das, was die andere Seite von ihm verlangt, damit er überhaupt über deren Arbeitskraft verfügen kann.

   — Da treffen gar keine Interessen aufeinander, wo die eine sagt: möglichst wenig, und die andere, die sagt: ich lebe aber davon. Die Gewerkschaften treten nicht so auf, dass sie sagen: Von euerem Interesse halten wir nichts, wir halten dagegen. Wenn einer ein Lohninteresse durchsetzen würde, dann müssten es die Gewerkschaften sein. Aber die wollen einen gerechten Anteil von der gestiegenen Produktivität einfordern, der gleichzeitig der anderen Seite ihren Gewinn garantiert.

Das ist eine Fortsetzung von dem Gedanken, dass erstmal so das Interesse der Arbeiter geltend gemacht wird. Und das auf der anderen Seite steht.

Der Wert macht sich so geltend, dass der Unternehmer einen Preis für die Arbeit zahlen muss, um über die Arbeitskraft verfügen zu können. Dieser Preis ist eine sehr relative Geschichte, und genau so findet die Bestimmung seines Werts statt. Genau wie der Wert der Ware nicht in den (zur Herstellung notwendigen Arbeits-)Stunden feststeht, sondern eine relative Geschichte ist. Nämlich das gesellschaftliche Verhältnis an den Waren.

   — In dem Fall ist klar, dass es sich nicht an der Arbeit bemisst, die er leistet, sondern an seiner Arbeitskraft.

An der Verfügung über die Arbeitskraft. Dagegen wird hauptsächlich argumentiert, dass es eine Ideologie ist, die Arbeit würde bezahlt (die dadurch untermauert wird, dass er nichts anderes kriegt). Der Preis der Arbeit ist das Äquivalent für die Verfügungsmacht.

 

   — Was ist die Grundlage für den Schein, dass der Lohn als Preis der Arbeit gezahlt wird (S. 33)? Das eine ist das Formelle eines Vertragsabschlusses zwischen zwei gleichgestellten Rechtsparteien, das andere ist, dass der Arbeitgeber das, was er für die Arbeit zahlt, als seinen Geldaufwand betrachtet, den er auf das Produkt umrechnet.

   — Bezogen auf die Rechnungsweise des Kapitals sind die Löhne ja auch der Preis, den der Unternehmer für die Arbeit – genau wie für die Produktionsmittel – zahlt; entsprechend behandelt er auch beides: Er legt sie anteilig auf die produzierten Produkte um. Von seinem Standpunkt aus gibt es diese beiden Kostenfaktoren und der Rest, der mit dem Preis der Ware erzielt werden kann, ist sein Verdienst, den er sich als seine Leistung zurechnet. So betrachtet bzw. berechnet ist er die Quelle des zusätzlichen Reichtums, denn es sind alles Bestandteile seines Kapitals.

Die Rechnungsweise des Kapitalisten, die hier vorgeführt wird, ist: Er hat Aufwendungen und will dafür einen Ertrag haben (der selbstverständlich größer sein muss als die Aufwendungen). Diese Aufwendungen – sowohl für den Lohn als auch für die Produktionsmittel – sollen die Quelle des Ertrags sein, sie müssen also im Preis der Produkte enthalten sein. Darüber hinaus sollen die ‚Kostenfaktoren’ durch ihre Kombination einen zusätzlichen Ertrag erwirtschaften und den rechnet er sich als seine Leistung an.

   — Die ideologische Leistung solch einer Betrachtung des Lohns ist, dass er als Vergütung des anteiligen Beitrags des Arbeiters zum Verkaufspreis auftritt.

   — Der Beitrag, den der Lohn zur Herstellung eines Produkts leistet und der im Preis erscheint, ist auch in die umgekehrte Richtung gemeint, nämlich: wenn sich das Produkt als nicht rentabel genug produziert herausstellt, dann wird der Schluss gezogen, dass der Lohn zu hoch war, dass also der Beitrag, den die Arbeit geleistet hat, niedriger war als das, was der Arbeiter als Lohn eingesteckt hat.

Zu dem Schluss, dass der Aufwand zu hoch war, kann der Kapitalist auch bei seinen Maschinen kommen, aber der Preis der Maschinen ist ihm auf dem Markt erst einmal vorgegeben und daran kann er (im Gegensatz zum Lohn) nicht so schnell etwas ändern.  

 

   — Eine Frage zu dem Satz in der Fußnote 11, S. 36: „Denn dass das Produkt als Vermögenswert zählt, hat seinen Rechtsgrund darin, dass sich darin die produktive Tätigkeit eines Rechtssubjekts niederschlägt; insofern ist der ganze Warenwert Produkt menschlicher Arbeit“ Gemeint ist doch, dass ein Unternehmer fremde Arbeit für sich benutzt; deshalb kann er das Produkt (bzw. den Erlös dafür) als seinen Geldertrag verbuchen? Wenn er das kann, macht er damit praktisch klar, dass nicht beide Faktoren gleichwertig sind, sondern dass das Eigentum nur (das ist jetzt unser Wissen) über die Arbeit entsteht.

   — Es geht um zwei sachlich inkommensurable Größen, die unter dem Eigentumsgesichtspunkt gleich gemacht werden, nämlich beide, Arbeitskraft und Produktionsmittel, werden in Geld beziffert. Der Fortgang ist: Aber selbst unterstellt, man steht auf dem Standpunkt des Eigentums, dann sind Arbeitskraft und Produktionsmittel auch nicht gleiche Faktoren, weil Eigentum als Rechtskategorie sich immer auf Produkte von Arbeit bezieht, insofern sind die Produktionsmittel auch nichts anderes als das Resultat von Arbeit, sie sind Eigentum nur deswegen, weil sie Produkt von Arbeit sind. Oder anders: Wenn einer arbeitet, dann ist das Produkt irgendein Gebrauchswert; es muss einer schon Eigentümer – also ein Rechtssubjekt – sein, damit das Produkt ein Wert ist.

   — Unter Geltung der Verhältnisse der Eigentumsordnung ist ein Rechtssubjekt derjenige, der als Eigentümer auftritt und einen Produktionsprozess unter Verwendung dieser beidenKostenfaktoren in Bewegung setzt. Da er der Eigentümer ist – er hat sie bezahlt und führt sie zusammen –, gehört ihm auch das Produkt. Auch unter dem Vorbehalt des Eigentums ist alles, was produziert wird und den Reichtum des Kapitalisten vermehrt, Produkt menschlicher Arbeit. Dass das Produkt als Vermögen zählt, hat einen Rechtsgrund: In ihm schlägt sich die produktive Arbeit eines Rechtssubjekts nieder, also eines Subjekts, das zu seiner Arbeit als seinem Eigentum steht.

Arbeit ist die Grundlage für das Eigentum und im Kapitalismus ist es so, dass, wenn die Arbeit gekauft wird, dann eben auch das Eigentum an ihr - sie gehört dem, der die Arbeit gekauft hat. Es geht um die Widerlegung der Vorstellung, dass es sich hier um „gleichartige, nur quantitativ unterschiedliche (also in verschiedene Geldgrößen aufgeteilte) Beiträge zweier Faktoren zum Gesamtprodukt“ handelt. Dagegen wird gesagt: Der Grund ist die Eigentumsordnung, wo die Arbeit gekauft wird und damit das Eigentumsverhältnis feststeht. Gegen diese Vorstellung: jeder leistet seinen Beitrag und wird entsprechend entgolten, wird gesagt: Es wird nichts aufgeteilt, sondern nach dem Eigentumsrecht ist das gesamte Produkt Eigentum des Kapitalisten.

   — Und zwar auf der Basis, dass sich das Eigentum mit fremder Arbeit vermehrt, das heißt, dass das Eigentum an der Arbeit dem, der sie leistet, nicht mehr gehört, weil sie gekauft ist. Unter kapitalistischen Produktionsbedingungen gibt es keinen Anteil mehr, der ihm als Eigentum zusteht. Deswegen kann nach beiden Seiten hin von Teilung keine Rede sein. Es ist immer der Eigentümer, dem der gesamte Wert gehört, der durch die Arbeit geschaffen wird, weswegen der Lohn auch nicht die Teilung eines gemeinsam geschaffenen Werts ist.

Insofern sind es zwei Seiten der gleichen Sache, also: Von wegen zwei gleichwertige Faktoren, die gleichermaßen Anteil hätten: In Hinsicht auf die geleistete Arbeit ist alles, was da als Vermögenswert aufscheint, Produkt von Arbeit; und zwar sowohl der in den Produktionsmitteln enthaltenen (von Marx tote Arbeit genannten) als auch der ‚lebendigen’, Wert übertragenden Arbeit; und in Hinsicht auf das Eigentum heißt das: alles gehört dem Unternehmer.

 

   — Auf S. 37 wird behauptet, dass in der Form, wie Lohn gezahlt wird, dem Arbeiter als Nötigung aufgemacht wird, dass er dem Unternehmenszweck nachkommen und den Ansprüchen genügen soll, „die völlig einseitig und ganz nach unternehmerischen Kalkül der Betrieb an sie stellt.“ Um das den Leuten klarzumachen, wären noch ein paar Erläuterungen nötig.

   — Hier geht es um die praktische Auswirkung der Lohnform – es wird darauf hingewiesen, dass der Lohn als Preis der Arbeit gezahlt wird, dass er an eine bestimmte Leistung oder bestimmte Zeitspanne geknüpft ist und der Arbeiter mehr Lohn auch nur dann bekommt, wenn er entsprechend länger gearbeitet oder mehr Produkte hergestellt hat, dass er deshalb gezwungen ist, sich um mehr Arbeit zu kümmern, wenn er an mehr Lohn kommen will. Andersrum vom Kapital her gesprochen, dass es mit der Lohnzahlung das Mittel hat, Mehrarbeit zu erpressen, weil es eben mehr Lohn nur gibt, wenn der Mensch länger oder intensiver arbeitet.

   — Der Arbeitsvertrag ist nicht Verhandlungssache (das weiß auch jeder), sondern ein Vertrag mit fixen Bedingungen bezüglich der verlangten Arbeit – das Kalkül liegt also auch hier schon ganz auf der anderen Seite. Der Bewerber muss ihn nicht unterschreiben, aber wenn nicht, hat er keinen Job. Da fängt die Erpressung doch schon an.

   — Unter der Bedingung, dass der Mensch alternativlos ist, ist der Lohn das Erpressungsmittel – er braucht eine Arbeit, um an Geld zu kommen. Vorher ging es aber drum, dass mit dem Kontrakt, wo der Preis für die Arbeit festgelegt wird, jede Zumutung in Ordnung geht, denn der Lohn ist der Preis dafür. Wenn er unterschreibt, dass er für 8 € die Stunde arbeitet, dann hat er damit unterschrieben, dass er für diese Summe alle Anforderungen, die mit dem Arbeitsplatz und dessen Organisation festgelegt sind, erfüllt.

An der Stelle geht es drum, dass die Form des Lohns ein Erpressungsmittel gegenüber dem Arbeiter ist, die Leistung, die von ihm verlangt wird, zu erbringen, der Arbeitsvertrag mit seinen fixen Vorgaben ist die Grundlage dafür.

   — Er kann höchstens sagen: Ich arbeite intensiver und mache 10% mehr pro Stunde – diese Mehrleistung kann er erbringen, aber zu der ist er auch aufgrund der niedrigen Bezahlung genötigt.

Und das ist auf die Dauer wieder ein Mittel zur Senkung des Lohns dadurch, dass das, was bisher unter ‚Normalleistung’ gefasst ist, entsprechend ansteigt.